Zur Tant

Küchenchef: Thomas Lösche | Küchenstil: französisch · deutsch

Auf einer Landkarte von oben betrachtet würde ich Köln als den Saturn unseres nordrhein-westfälischenSonnensystems bezeichnen; mit dem Dom als historischem Mittelpunkt der Stadt, um den herum sich ringförmig das Ballungszentrum aufbaut. Und ganz weit außen auf den Ringen, als einer der Punkte der am weitesten von diesem Zentrum entfernt liegt, aber doch immer noch zu Köln gehört, irgendwo dort liegt der Stadtteil Porz. Von der Autobahn aus fährt man nochmal knapp zehn Kilometer über Land bis man das beschauliche Örtchen erreicht, in dem die Uhren noch etwas anders laufen.

In diesem, von der Zeit irgendwie vernachlässigten Teil Kölns, befindet sich das Restaurant Zur Tant, welches ich im Februar 2019 zur Mittagszeit besuche. Auf den ersten Blick wirkt alles ziemlich Oldschool, was vielleicht der langen Tradition geschuldet ist, denn das Haus blickt auf 170 Jahre Historie zurück. Irgendwann einmal wurde es von einer alleinstehenden Dame des Dorfs geführt, was ihm seinen Namen einbrachte.

1976 übernahm dann Familie Hütter das Ruder und etablierte das Lokal zu einer festen Anlaufstelle für Genießer aus der Region Köln-Bonn. Bis 2009 wurde man sogar mit einem Stern ausgezeichnet.

Nach knapp 40 Jahren und ohne den Stern waren dann Küchenchef Thomas Lösche und seine Lebensgefährtin an der Reihe das Restaurant fortzuführen. 2016 gab es den Macaron zurück, Innovation und Fortschritt sucht man hier jedoch vergebens, denn man konzentriert sich im Gastraum auf Tradition und kulinarisch auf altbewährte Kreationen der leichten und frischen, deutschen Küche.

Inspiration

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